Notiz an mich selbst.

Verfasst August 14, 2010 von Ralph Winterscheidt
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Niemals einer Freundin so die Hand schütteln, wie du’s bei einem Freund tun würdest.

Auf einer Feier kamen E., N. & M. gleichzeitig an. Natürlich wurden dann gleich alle mit Handschlag + Umarmung begrüßt.

M. schien von meinem Handschlag nicht gerade angetan. “Aua” hat sie gesagt. Nächstes mal Rücksicht nehmen, du Stoffel.

Zweitausendvierzehn.

Verfasst Juli 7, 2010 von Ralph Winterscheidt
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Also doch das Michael-Ballack-Syndrom.

Auch wenn es im Moment niemand hören will: Auch morgen wird die Sonne wieder aufgehen und wir werden in die Schule oder auf die Arbeit müssen.

Dass Deutschland nach drei sehr überzeugenden Partien in diesem Turnier heute so nervös auftritt und Spanien nach fünf höchst mittelmäßigen Spielen so souverän auf den Platz kommt, das ist Fußball.

Hoffentlich fängt sich die Mannschaft. Die sind jung, denen steht die Welt offen, Jogi hat einen Grund, zu bleiben, Michael Ballack ist es so wohl auch lieber, selbst wenn er das niemals zugeben würde.

54, 74, 90, …?

Verfasst Juli 6, 2010 von Ralph Winterscheidt
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Wow. Ich habe mich geirrt.

In meinem letzten Eintrag bin ich davon ausgegangen, dass diese deutsche Nationalmannschaft spätestens im Viertelfinale ausscheiden würde.  Das würde nichts machen. Sie ist jung und wäre gereift. 2014 könnte Deutschland Weltmeister werden, oder 2018. Doof nur, dass sich “54, 74, 90, 2014″ schlecht singen lässt. Vielleicht wirds ja doch was. Ich bin zwar vor dem Halbfinale nach wie vor skeptisch, aber die erste Ikone der WM und damit vielleicht die meiner Generation ist zumindest schonmal gefunden: Die Vuvuzela Thomas Müller. Ich hab es immer gehasst, wenn mein Vater mir immer “vom kleinen dicken Müller” erzählt hat. In Länderspielen einen Torquotient von über 1.

Es müllert wieder. Es müllert 2010.

Ich bin auch davon ausgegangen, dass Lukas Podolski wohl nichts mehr reissen wird; Arne Friedrich auch nicht. Ich bin davon ausgegangen, dass Lionel Messi diese Weltmeisterschaft im Alleingang gewinnen wird und dass die deutsche Mannschaft nicht einmal Michael Ballack braucht, um nicht erster zu werden.

Ich habe mich gerne geirrt.

Still we’ve got nothing but time

Verfasst Mai 28, 2010 von Ralph Winterscheidt
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Im Moment beschäftige ich mich sehr mit der Retrospektive meiner Generation. Woran werden wir uns in 20 Jahren noch erinnern?

Unsere Väter hatten Paul Breitner, Franz Beckenbauer und den Bomber der Nation. Sie hatten die WM im eigenen Land.

Wen haben wir? Wen werden wir in 20 Jahren als Fußballer “unserer Generation” betrachten? Michael Ballack? Als tragische Figur vielleicht, als tugendhaften Kämpfer, dessen größter Fan nicht unbedingt das Schicksal war. Lukas Podolski? Ich denke, der Zug ist abgefahren…

Auch wir hatten die WM im eigenen Land.  Wir hatten mehr als das. Wir hatten das Sommermärchen. Ein Fußballer, an den ich mich mit Sicherheit auch in 20 Jahren noch erinnern werde, ist Philipp Lahm.

Wir waren beinahe Weltmeister, zweimal. Wir hatten beinahe das Triple. Unsere Väter waren zweimal Weltmeister, niemand weiss, wie oft zweite. Zeite Plätze zählen nicht. Das Schicksal derer, die nach 1990 geboren sind. Sind wir doch die Michael-Ballack-Generation?

Wir haben keine großen Sportduelle. Wir haben ungeschlagene Ikonen in ihren Disziplinen, ohne Konkurrenz. Wir haben Usain Bolt.

Unsere Eltern hatten den Mauerfall. Und wir? Obama? War unser Mauerfall das Sommermärchen?

Wir werden sehen.

Party everyday, p-p-p-party everyday

Verfasst Mai 27, 2010 von Ralph Winterscheidt
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N. sagt, sie war hübsch

J. sagt, sie war witzig

Ich weiss nicht mal mehr, wie sie heißt.

Kein Song. Einfach nur: Tschüss & Danke

Verfasst Mai 26, 2010 von Ralph Winterscheidt
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Gestern ist Scrubs zu Ende gegangen.

Für Friends, King of Queens oder Sex and the City war ich zu jung; Scrubs war die erste wirklich Serie, mit der ich mich selbst, mein Lebensgefühl und meiner Meinung nach das gesamte Lebensgefühl meiner Generation identifizieren konnte.

Die letzten beiden Staffeln waren den Vorhergehenden in keiner Hinsicht ebenbürtig, sie waren ihnen unwürdig, aber all das ist jetzt egal, die Serie hat ein würdiges Ende gefunden.

Dieses Ereignis zeigt mir etwas: Meine Generation wird erwachsen.Ein gutes Gefühl. Auch Scrubs ist erwachsen geworden, in der letzten Staffel. JD hat einen Bart bekommen und ist Vater geworden. Und am Ende kriegt er auch noch sein Mädchen.

Es hat sich angefühlt, als würde man sich von einem alten Freund verabschieden. Nach 8 Jahren.

Ich hatte ja schon ein bischen Pipi in den Augen…

Giving up the gun

Verfasst Mai 25, 2010 von Ralph Winterscheidt
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Ich bin 17. In weniger als einem Jahr werde ich fertig sein mit Schule. Was danach kommt, weiss ich noch nicht.

Etwas, das innerhalb dieses Jahres noch passieren wird, weiss ich ganz genau:

Die Musterung.

Um sie ranken sich viele Mythen und auch sie stellt eine Schwelle dar. Mit der Musterung geht man noch einen Schritt auf das Erwachsensein zu.

Ich habe meinen Termin schon bekommen und seither hat sich extrem viel geändert.

Bevor ich den genauen Termin wusste, konnte ich mir nichts schlimmeres, unfaireres und menschenunwürdigeres vorstellen als die Musterung. Jetzt ist das anders. Ich freue mich drauf. Mein momentanes Lebensgefühl ist sehr schwer zu beschreiben, aber so gelassen wie im Moment war ich noch nie. Selbst wenn ich eingezogen werden sollte, was solls? Das Leben geht weiter und jung ist man sowieso nur einmal.

When you were young

Verfasst Mai 24, 2010 von Ralph Winterscheidt
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Gestern hatte ein Freund Geburtstag. Natürlich ist das alles nur ein Vorwand, um kostenlos zu saufen, aber noch sind wir jung.

Ich komm im Moment nicht klar mit der Tatsache, dass ich in einem Jahr mitten im Leben stehen soll. Auf eigenen Füßen. Eigenverantwortlich.

Jetzt genieße ich noch die Zeit die mir bleibt, in der ich so ausgelassen feiern kann und in der das einzige, was ich für die Zukunft planen muss, der Kater vom nächsten morgen ist.

Ich bin dabei, du bist dabei…

Verfasst Mai 19, 2010 von Ralph Winterscheidt
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wir sind dabei uns zu verlieren. Das Gefühl habe ich zumindest im Moment.

Der Tag war grau und regnerisch. Im Oberstufenzimmer herrscht dicke Luft, auch wenn keiner den Grund dafür kennt. An so einem Tag wird jeder zum Emo.

Sie und ich, das funktioniert so nicht. Wir haben uns komplett auseinandergelebt… innerhalb von ein paar Wochen. Wieso ist das Leben manchmal so ein Arschloch?

Vielleicht regnet es morgen ja mal nicht, dann sieht die Welt bestimmt ganz anders aus.

Tell me why…

Verfasst Mai 10, 2010 von Ralph Winterscheidt
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…I don’t like Mondays?

Tja. Was Soll man machen an so ‘nem typischen Boomtown Rats-Montag?

Wenn echt alles schiefläuft?

Erst mal nicht stressen lassen. Für die negative Grundstimmung kann man ja schließlich selbst nichts. Das liegt am Wetter. Oder am allgemeinen Karma.

Jeder war schlecht gelaunt. Ausschließlich jeder. Sogar N.

Am Abend habe ich erfahren, dass mein langjähriger Gitarrenpartner T. keinen Unterricht mehr nehmen will. Die Stimmung wurde noch schlechter. Unser Lehrer und Freund wurde sentimental; wir haben gejammt.

Es fühlte sich an, als würden alle Gründe, wegen denen wir mit der Musik begonnen hatten, alle Fortschritte, die wir gemacht hatten, hier und heute zusammenlaufen, um sich in einer großen, wohlklingenden Wolke aufzulösen.

Wohlklingend, während wir schräg dazu sangen.


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